Download Ärztlich assistierter Suizid und organisierte Sterbehilfe by Kallia Gavela (auth.) PDF

By Kallia Gavela (auth.)

Das deutsche Strafgesetzbuch kennt keinen Sondertatbestand der Suizidbeteiligung. Rechtliche Konstruktionen und Wertungen insbesondere höchstrichterlicher Herkunft füllen diese Lücke. Die sich daraus vor allem für behandelnde Ärzte ergebenden Probleme drängen sich bei unheilbar kranken, dem Tode geweihten Patienten geradezu auf. Das Werk behandelt diese Fragen im Spannungsverhältnis von Strafrecht, Medizinrecht und Ethik. Die Autorin zeigt die Grenzen auf, innerhalb derer die ärztliche Beteiligung am Patientensuizid rechtlich zulässig und ethisch vertretbar ist. Die Arbeit behandelt außerdem die Probleme, die aus der Einführung einer strafrechtlichen Regelung gegen „suspekte“ organisierte Suizidhilfeangebote erwachsen, deckt Defizite der jüngst vorgeschlagenen Lösungsansätze auf und gibt Anstöße für Wissenschaft, Praxis und Kriminalpolitik. Ein Blick auf ausländische Rechtsordnungen, Entscheidungen und Tendenzen rundet das Bild ab.

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A. , Teil I, S. 318: [. ] daraus folgt, dass die That des Thäters an sich eine mit Strafe verpönte sein muss [. ]; ist dies nicht der Fall, und die That überhaupt in Rücksicht auf den Thäter gar nicht, wenn auch in Rücksicht auf den Anstifter – wenn er selbst die That gethan hätte – als Verbrechen qualifiziert, so ist auch für den Anstifter keine Strafe zu erkennen; z. B. bei der Anstiftung zum Selbstmorde. 21 Das PrStGB enthält weder eine Vorschrift zur Tötung auf Verlangen noch zur Suizidteilnahme.

Selbst allgemeine Suizidanleitungen straflos bleiben. , Rn. 35 m. w. N. 57 Für die Straflosigkeit der Suizidbeihilfe siehe schon RGSt 70, 313 (315); und weiterhin BGHSt 2, 150 (152); 24, 342 (343); 32, 367 (371); 46, 279 (284). 58 Zum Teilnahmeargument s. u. a. Ingelfinger, Grundlagen und Grenzbereiche des Tötungsverbots, S. 222. 59 Bei der Strafvorschrift des § 216 StGB handelt es sich um einen gegenüber Mord und Totschlag (§§ 211, 212 StGB) selbstständigen Fall vorsätzlicher Tötung; hierzu etwa BGHSt 2, 258.

Heilberufszugehörigkeit der assistierenden Person kann dieser Begriff zusätzliche Spezifizierung erfahren. Gebraucht werden in diese Richtung die Termini „ärztlich“ bzw. „medizinisch assistierter Suizid“; darunter wird jede Handlung eines Arztes bzw. Angehörigen von 12 Zur Stigmatisierung des Wortes Selbstmord siehe Petermann, AJP/PJA 2004, 1111 (1113). Heute wird der Begriff allerdings als von dieser ursprünglichen Bedeutung weitgehend losgelöst empfunden und weckt im Normalfall intuitiv nicht die Assoziation mit einem Verbrechen.

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